| LGER0160-2 | ||
| German literature b (Friedrich Schiller) | ||
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Duration :
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| 30h Th | ||
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Number of credits :
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Lecturer :
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| Vera Viehöver | ||
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Language(s) of instruction :
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| French language | ||
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Organisation and examination :
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| Teaching in the first semester, review in January | ||
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Units courses prerequisite and corequisite :
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| Prerequisite or corequisite units are presented within each program | ||
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Course contents :
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| ,,Das Abenteuer der Freiheit war Schillers Leidenschaft, und deshalb wurde er zu einem Sartre des späten 18. Jahrhunderts. [...] Wie Sartre erklärt er: es kommt darauf an, etwas aus dem zu machen, wozu man gemacht wurde."
So charakterisiert Rüdiger Safranski in seinem Buch Friedrich Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus (2004) einen der berühmtesten und zugleich geschmähtesten Schriftsteller deutscher Sprache. Wurde Schiller im 19. Jahrhundert als der deutsche Nationalautor verehrt, dessen Ruhm den Goethes noch überstrahlte, so geriet er nach 1945 aus genau diesem Grund ins Abseits und wurde nicht selten als pathetisch, schwer verdaulich, kurz: als ,,verstaubt" abqualifiziert. Der Popularität seiner Dramen (Die Räuber, Dom Karlos, Kabale und Liebe, Maria Stuart, Wallenstein u.a.) auf den internationalen Bühnen konnten diese Konjunkturschwankungen allerdings nichts anhaben: Schiller war immer ,,aktuell". In diesem Seminar wollen wir anhand von Lektüren ausgewählter Werke bzw. Werkausschnitte herausfinden, was Schiller als Autor antrieb und welche existenziellen Fragen ihn beschäftigten. Woher rührt der Furor des Erstlings Die Räuber und warum fasziniert das Stück Regisseure und Theaterpublikum noch heute? Warum interessierte sich Schiller für die zu seiner Zeit populäre Geisterseherei? Wie hingen für ihn Politik und Ästhetik zusammen? Wie agierte er als Zeitschriftenherausgeber und ,,Literaturpolitiker"? Wie beurteilte er die zahlreichen schreibenden Frauen (u.a. Charlotte Schiller, Caroline von Wolzogen) in seinem Umfeld? Zuletzt wollen wir auch einen Blick in die Rezeptionsgeschichte werfen und nach den Gründen für die Schiller-Verehrung im 19. Jahrhundert und die (häufig parodistisch formulierte) Schiller-Kritik im 20. Jahrhundert fragen. |
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Learning outcomes of the course :
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| Am Ende des Kurses sollen die Studenten in der Lage sein, die besprochenen Werke Schillers im literarischen und historischen Kontext zu erläutern. Sie sollen darüber hinaus erklären können, warum Schillers Werk in den beiden vergangenen Jahrhunderten sehr unterschiedlich bewertet worden ist und ausgewählte Beispiele der Rezeptionsgeschichte analysieren können. | ||
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Prerequisite knowledge and skills :
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| Gute Kenntnisse in der Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts sowie Erfahrung in der Textanalyse. | ||
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Planned learning activities and teaching methods :
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| zu Hause: vorbereitende Lektüre der Texte
im Seminar: Diskussion und Analyse Feedback zum Referat Einübung in die Literaturrecherche |
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Mode of delivery (face-to-face ; distance-learning) :
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| Präsenzunterricht | ||
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Recommended or required readings :
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| Verpflichtende Lektüren:
Friedrich Schiller: Die Räuber. In: Ders.: Die Räuber, Fiesko, Kabale und Liebe. Text und Kommentar. Hg. von Gerhard Kluge. Frankfurt/M.: Deutscher Klassiker Verlag 2009; 10,00 (Bitte nur diese Ausgabe!) Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen: In einer Reihe von Briefen. Hg. von Klaus L. Berghahn. Stuttgart: Reclam 2000; 7,80 Caroline von Wolzogen: Agnes von Lilien. Hg. von Thomas Anz. Marburg: Verlag LiteraturWissenschaft.de 2005; 8,60 Mehrere Ausschnitte aus weiteren Werken werden als Kopiervorlage zur Verfügung gestellt. Empfohlene Lektüre: Peter-André Alt: Friedrich Schiller. 2. Aufl. München: Beck 2009; 8,95 |
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Assessment methods and criteria :
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| Referat und ausführliche Bibliographie zu einem Thema im Seminarzusammenhang;
Hausarbeit und mündliche Prüfung |
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Work placement(s) :
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| keine | ||
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Organizational remarks :
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| keine | ||
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Contacts :
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| VERA VIEHÖVER, chargée de cours
Université de Liège Dép. de Langues et Littératures modernes Littérature allemande Tel. ++33.4.366.5462 vera.viehover@ulg.ac.be www.cea.ulg.ac.be |
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