2018-2019 / LGER0193-1

German literature b : Literarische Texte und historische Kontexte

Duration

30h Th

Number of credits

 Master in modern languages and literatures : German, Dutch and English (120 ECTS)5 crédits 
 Master in modern languages and literatures : general (120 ECTS)5 crédits 
 Master in modern languages and literatures : German, Dutch and English (60 ECTS)5 crédits 
 Master in modern languages and literatures : general (60 ECTS)5 crédits 

Lecturer

Vera Viehöver

Language(s) of instruction

German language

Organisation and examination

Teaching in the first semester, review in January

Schedule

Schedule online

Units courses prerequisite and corequisite

Prerequisite or corequisite units are presented within each program

Learning unit contents

Die Gattung Lied vom 18. bis 21. Jahrhundert - Text, Musik, kulturelle Praxis
In diesem Seminar wollen wir uns mit einer Gattung beschäftigen, die in allen Kulturen verwurzelt ist und doch im Literaturstudium häufig übergangen wird: dem Lied. Kaum eine Gattung scheint wandlungsfähiger zu sein, schließt sich doch populäre Volkslieder ebenso ein wie hochartifizielle Kunstlieder. Das Wort ,,lied" ist sogar als Lehnwort in die französische Sprache eingegangen, und zwar als Bezeichnung für eine spezifische Form des Kunstliedes, die im Deutschland des frühen 19. Jahrhunderts entstand und vor allem mit dem Namen Schubert verbunden wird. Die Beschäftigung mit einigen Schubert-Liedern (basierend auf Gedichten von Goethe und Müller) wird daher am Beginn des Seminars stehen. Im weiteren Verlauf werden in Form von ,,Spotlights" einzelne besonders prominente Lieder, wie z.B. das sog. ,,Deutschlandlied" oder das berüchtigte ,,Horst-Wessel-Lied", in ihren kulturellen, sozialen und politischen Kontexten beleuchtet. Außerdem wollen wir erarbeiten, welche Funktionen das Lied innerhalb der Jugendbewegungen der Jahrhundertwende erfüllte, welche Rolle Liedermacher einerseits innerhalb der Protestbewegung der BRD sowie andererseits in der politischen Kultur der DDR gespielt haben. Nicht zuletzt werden wir uns die Frage stellen, welche Bedeutung das Lied in unserer Gegenwart noch für sich beanspruchen kann.
Selbstverständlich werden wir uns auch mit dem Zusammenhang von Text und Musik bzw. Instrumentalbegleitung auseinandersetzen, wofür aber ausdrücklich keine besonderen musiktheoretischen Kenntnisse erforderlich sind. Leitend wird vielmehr die Frage sein, welche Funktionen dem Lied innerhalb historisch spezifischer literarischer, kultureller und medialer Praktiken zukommen.

Learning outcomes of the learning unit

Am Ende des Kurses sollen die Studierenden in der Lage sein, die Gattungsmerkmale des Liedes zu benennen, verschiedene Formen des Lieds zu beschreiben und Einzelbeispiele unter literatur- und kulturwissenschaftlichen wie auch unter politischen Aspekten zu analysieren.

Prerequisite knowledge and skills

Gute Kenntnisse in der deutschen Sprache.

Planned learning activities and teaching methods

Textanalysen, Vorbereitung zu Hause
Analysen ausgehend von Ton- und Filmaufnahmen
Beschreibung sozio-kultureller und politischer Kontexte
Recherchieren zu einem Thema im Internet
Übungen zum mündlichen und schriftlichen Ausdruck
Referate mit individuellem Feedback
Bibliographierübungen
 
 

Mode of delivery (face-to-face ; distance-learning)

Präsenzunterricht

Recommended or required readings

Alle zu lesenden Texte werden in den Open Shelves der Fachbibliothek Germanistik zur Verfügung oder auf eCampus gestellt.

Assessment methods and criteria

Aktive Teilnahme an den Diskussionen im Kurs
Referat (mit Hand-out und Bibliographie)
Schriftliches Lied-Portrait von max. 10 Seiten (Hausarbeit)
Die Teilnahme am Vortrag von Katharina Hottmann, Universität Hamburg, (11.10.2018) ist Teil des Seminars und daher verpflichtend.

Work placement(s)

Organizational remarks

Contacts

Enseignant titulaire Vera VIEHÖVER Département de Langues et Littératures modernes Place Cockerill, 3 à B-4000 Liège Tél. 04 366 54 62 E-mail: Vera.Viehover@ulg.ac.be
Secrétariat Sabrina DEWAR Tél. 04 366 54 66  E-mail: s.dewar@ulg.ac.be